KAFCRYOGENICS
Engineering-Lösungen

Engineering-Lösungen

Projekte mit kryogener, LNG-, LPG- und LCO₂-Ausrüstung erfordern in der Regel technische Vorarbeit, bevor die Ausrüstung festgelegt werden kann: Kapazitätsauslegung, Layoutplanung und Prüfung der Spezifikation gegen Standort- und Prozessbedingungen. KAF Cryogenics bietet diese technische Unterstützung begleitend zur Ausrüstungslieferung, von den ersten Parametern bis zu einer definierten Ausrüstungskonfiguration.

Anwendungen

  • Planung neuer Anlagen zur Gaslagerung
  • Modernisierung von Stationen und Kapazitätserweiterung
  • Konfiguration von LNG-Satellitenstationen
  • Einbindung neuer Ausrüstung in die vorhandene Standortinfrastruktur

Merkmale

  • Technische Prüfung auf Basis der Anwendungsparameter und der anwendbaren Normen
  • Abstimmung mit den Projektbeteiligten während der Spezifikationsphase

Technischer Überblick

Die technische Unterstützung bezieht sich auf die anwendbaren Auslegungsnormen und Regelwerke der jeweiligen Ausrüstungskategorie (ASME Section VIII, PED 2014/68/EU sowie mediumspezifische Normen wie EN 1160 oder NFPA 59A für LNG), ohne über die Ausrüstung hinauszugehen, an deren Lieferung KAF Cryogenics beteiligt ist, und ohne eine gestempelte Auslegungsverantwortung zu übernehmen.

Branchen

Industriegas, LNG, LPG, Energie, Lebensmittel und Getränke.

Häufig gestellte Fragen

In welcher Projektphase sollte technische Unterstützung einbezogen werden?

Am sinnvollsten ist der Zeitpunkt, zu dem die Prozessbedingungen bekannt, die Ausrüstung aber noch nicht festgelegt ist: Medium, erforderlicher Durchfluss, Druck, Betriebsmuster und Standortrandbedingungen. Eine Prüfung in dieser Phase verhindert, dass Annahmen zu Kapazität und Layout durch ein frühes Datenblatt festgeschrieben werden. Ein Beitrag in späteren Phasen ist weiterhin möglich, doch die verfügbaren Optionen verengen sich, sobald Tiefbau oder Aufstellungslayout eingefroren sind.

Umfasst die technische Unterstützung eine vollständige Anlagenplanung?

Nein. Der Umfang liegt auf dem Engineering der Ausrüstung: Kapazitätsauslegung, Ausrüstungsauswahl, Layoutplanung innerhalb der zugewiesenen Fläche, Prüfung der Spezifikation und Beiträge auf P&ID-Ebene für das Ausrüstungspaket. Die vollständige Anlagenplanung, die Tiefbau- und Tragwerksplanung sowie behördliche Genehmigungen liegen beim Engineering-Auftragnehmer oder Berater des Projekts, wobei technische Beiträge in diese Arbeit einfließen.

Welche Informationen werden für den Beginn einer Kapazitätsauslegung benötigt?

Der Ausgangssatz umfasst das Medium und seinen Zustand, den erforderlichen Durchfluss und dessen Verlauf über den Tag, den erforderlichen Abgabedruck und die Abgabetemperatur, das Verbrauchsmuster (kontinuierlich, chargenweise oder spitzengetrieben) sowie Art und Intervall der Nachversorgung für das gelagerte Produkt. Standortdaten sind ebenso relevant: Auslegungsaußentemperaturen, Luftfeuchte, Höhenlage, verfügbare Grundfläche und etwaige örtliche regulatorische Randbedingungen. Vorhandene P&IDs, Datenblätter oder Aufstellungspläne verkürzen die Prüfung, sofern sie verfügbar sind. Ist ein Wert noch nicht bekannt, wird eine Annahme ausdrücklich benannt statt stillschweigend übernommen.

Kann sich die technische Unterstützung auf ein bestimmtes Ausrüstungspaket beschränken?

Ja. Eine Prüfung kann auf eine einzelne Position begrenzt werden, etwa die Verdampferauslegung gegen einen vorhandenen Lagertank oder eine Spezifikationsprüfung für einen Druckbehälter, ohne die gesamte Anlage abzudecken. Schnittstellen zu benachbarter Ausrüstung werden dennoch benannt, soweit sie die geprüfte Position betreffen.

Wie beeinflusst die Layoutplanung die Auswahl der Ausrüstung?

Verfügbare Grundfläche, Abstände zu belegten Gebäuden und Grundstücksgrenzen, vorherrschende Windrichtung und die Zufahrt für Lieferfahrzeuge begrenzen, was aufgestellt werden kann. Umgebungsluftverdampfer reagieren besonders empfindlich: Sie benötigen freie Luftzirkulation, und eng gestellte Bänke saugen kalte Luft erneut an und verlieren an effektiver Leistung. Die Entscheidung zwischen stehender und liegender Tankausführung wird häufig durch die Grundstücksmaße bestimmt und nicht allein durch die Kapazität. Layout und Ausrüstungsauswahl werden daher gemeinsam geprüft und nicht nacheinander.

Auf welche Normen wird bei der Spezifikation der Ausrüstung Bezug genommen?

Der Bezugsrahmen hängt von Medium und Bestimmungsland ab. Für Druckgeräte gelten ASME Section VIII oder PED 2014/68/EU mit EN 13445 oder AD 2000; kryogene Anlagen beziehen sich auf EN 13458 für vakuumisolierte Behälter und auf EN 13480 für metallische industrielle Rohrleitungen. LNG-Anlagen nehmen häufig auf EN 1473 und NFPA 59A Bezug, LPG-Anlagen auf EN 14075, NFPA 58 und deren örtliche Entsprechungen, während der Sauerstoffbetrieb zusätzliche Anforderungen an Sauberkeit und Werkstoffe stellt. Das anwendbare Normenpaket wird in der Spezifikationsphase gegen den regulatorischen Rahmen des Bestimmungslandes bestätigt.

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