KAFCRYOGENICS
Klöpper- und Korbbogenböden

Klöpper- und Korbbogenböden

Behälterböden bilden die Endabschlüsse im Bau von Druckbehältern und Lagertanks für kryogene Anwendungen, LPG, LCO₂ und allgemeine Prozessausrüstung. KAF Cryogenics deckt Böden ab, die nach projektspezifischen Maß- und Normanforderungen umgeformt werden.

Anwendungen

  • Bau von Druckbehältern
  • Bau von kryogenen Lagertanks und LPG-Lagertanks
  • Bau allgemeiner Prozessausrüstung

Produkttypen

Klöpperböden (torisphärische Böden)

Korbbogenböden (2:1)

Halbkugelböden

Kegel- und Flachböden

Konfigurationen

  • Durchmesserbereich nach Projektanforderung
  • Wanddickenbereich nach Werkstoffgüte und Auslegungsdruck
  • Umformnorm (DIN 28011, DIN 28013, ASME), je Projekt ausgewählt

Merkmale

  • Umgeformt nach projektspezifischer Maßtoleranz
  • Werkstoffgüte passend zur Anwendung ausgewählt

Optionen

  • Werkstoffgüte
  • Durchmesser und Wanddicke
  • Umformnorm

Technischer Überblick

Böden werden unter Bezug auf die anwendbaren Normen umgeformt (DIN 28011 für Klöpperböden, DIN 28013 für Korbbogenböden oder ASME-Maßangaben), mit einer Materialzertifizierung passend zu dem Behälter- oder Tankbauprojekt, für das sie bestimmt sind.

Branchen

Bau von Druckbehältern und Lagertanks in den Bereichen Industriegas, LPG, Chemie und Energie.

Häufig gestellte Fragen

Worin unterscheiden sich Klöpperböden und Korbbogenböden?

Klöpperböden (torisphärische Böden) bestehen aus einer Kugelkalotte, die über einen kleineren Krempenradius in den zylindrischen Bord übergeht. Korbbogenböden, üblicherweise im Verhältnis 2:1, folgen einem annähernd elliptischen Profil, das bei gleichem Durchmesser eine geringere Bauhöhe ergibt und bei gleichem Auslegungsdruck in der Regel eine geringere Wanddicke zulässt als ein Klöpperboden. Die Auswahl richtet sich nach dem Auslegungsdruck, der verfügbaren Bauhöhe und der Norm, nach der der Behälter ausgelegt ist.

Welche Durchmesser- und Wanddickenbereiche sind verfügbar?

Durchmesser- und Wanddickenbereiche werden je Projekt festgelegt und nicht einer festen Liste entnommen; sie hängen von der Bodenform, der Werkstoffgüte und dem eingesetzten Umformverfahren ab. Größere Wanddicken und Durchmesser können Warmumformung und in manchen Fällen eine Segment- oder Lappenbauweise erfordern. Der im Einzelfall machbare Bereich wird gegen die Zeichnung und die mit der Anfrage übermittelten Auslegungsbedingungen bestätigt.

Welche Umformnormen gelten für die Bodenfertigung?

Böden werden nach den Geometrie- und Toleranzanforderungen der maßgeblichen Auslegungsnorm umgeformt, typischerweise ASME Section VIII Division 1, EN 13445 oder AD 2000 Merkblatt. In der europäischen Praxis beschreiben DIN 28011 und DIN 28013 die Geometrien von Klöpper- und Korbbogenböden, während EN 10028 und EN 10029 den Blechwerkstoff und dessen Maßtoleranzen abdecken. Das anwendbare Normenpaket wird mit dem Behälterplaner abgestimmt, da sich die Norm nach dem Behälter richtet und nicht nach dem Boden für sich.

Können Böden mit Materialzertifizierung geliefert werden?

Eine Materialzertifizierung kann einbezogen werden, wenn das Projekt sie vorsieht, am häufigsten Abnahmeprüfzeugnisse nach EN 10204 Typ 3.1 über chemische Zusammensetzung und mechanische Eigenschaften des Blechs. Eine Zertifizierung nach Typ 3.2 unter Beteiligung eines Dritten oder eines Inspektors einer benannten Stelle ist möglich, wenn die Auslegungsnorm oder die Spezifikation des Endanwenders dies verlangt. Zertifizierungsanforderungen sollten mit der Anfrage angegeben werden, da sie die Werkstoffauswahl bereits auf Blechebene beeinflussen.

Welche Werkstoffgüten sind für Behälterböden verfügbar?

Übliche Güten sind Kohlenstoffstähle wie P265GH und P355GH, Tieftemperaturstähle wie P275NL2 sowie die für kryogene Einsätze verwendeten Güten mit 9 % Nickel und austenitische Edelstähle einschließlich 304/304L und 316/316L. Aluminiumlegierungen kommen in einigen kryogenen und Transportanwendungen zum Einsatz. Die Güte richtet sich nach Auslegungstemperatur, Medium und Normanforderungen und nicht nach der Bodengeometrie selbst.

Werden Böden als eigenständige Komponenten oder als Teil eines gefertigten Behälters geliefert?

Böden können als eigenständige Komponenten für Behälterbauer abgedeckt werden, die nach eigenen Zeichnungen arbeiten, oder als eine Position innerhalb einer umfassenderen Ausrüstungskonfiguration. Beide Wege beziehen sich auf dieselben Anforderungen an Maße, Werkstoff und Norm. Welcher Weg gilt, ergibt sich aus dem Umfang der Anfrage.

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